Die Gruppentherapie zur Förderung der Emotionsregulation richtet sich an Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und angemessen zu steuern.
Probleme in der Emotionsregulation spielen bei vielen psychischen Belastungen eine zentrale Rolle – etwa bei affektiven Störungen, Angststörungen, Traumafolgestörungen oder Persönlichkeitsakzentuierungen.
Ziel der Gruppe ist es, einen bewussteren, stabileren und selbstfürsorglicheren Umgang mit intensiven Emotionen zu entwickeln.
Ein zentraler theoretischer und praktischer Bezugsrahmen ist das Skillstraining der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) nach Marsha Linehan, eines der international am besten erforschten und wirksamsten Konzepte zur Förderung der Emotionsregulation.
Die Gruppe orientiert sich an zentralen DBT-Modulen wie Achtsamkeit, Umgang mit Gefühlen, Stresstoleranz und zwischenmenschlicher Wirksamkeit. Diese Inhalte werden praxisnah vermittelt und im geschützten Rahmen eingeübt.
In der Gruppentherapie lernen die Teilnehmenden, Emotionen frühzeitig wahrzunehmen, zu benennen und angemessen zu regulieren, ohne sie zu unterdrücken oder von ihnen überwältigt zu werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau von Akzeptanz gegenüber inneren Zuständen sowie der Entwicklung alternativer Handlungsstrategien in belastenden Situationen.
Der Austausch in der Gruppe ermöglicht es, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Die Gruppe besteht aus 6 bis 9 Teilnehmenden, was einen sicheren Rahmen für persönliche Entwicklung bietet und gleichzeitig genügend Raum für individuelles Feedback lässt.
Durch die Kombination aus strukturierter Anleitung, praktischen Übungen und gemeinsamer Reflexion entsteht ein wirksamer Lernraum, in dem emotionale Kompetenzen nachhaltig gestärkt werden können.